Bevölkerung wird nur wenig mitgenommen (12.03.2026)
Berichterstattung über die Diskussion zur Windkraft in Nottuln
Die Gemeinde Nottuln hat ihre erste Vereinbarung zum Bürgerenergiegesetz abgeschlossen. Die Bürger der Gemeinde Nottuln sollen von der Windkraft profitieren. Warum werden aber gerade die Bürger aus dem Rathaus heraus nicht informiert, denen die Anlagen am nächsten kommen?
Der Bürgermeister hat im Rahmen der Verhandlung zum Windpark Roruper Berg sowieso schon kein besonderes Augenmerk auf Daruper Interessen gelegt. Die Daruper sind der Ortsteil, der am massivsten von diesen Windrädern betroffen ist. Mehrfach ist betont worden, dass daher für die Akzeptanzsteigerung Darup im Besonderen von den Anlagen profitieren soll.
Der Bürgermeister und die Parteien haben bei Politik vor Ort und teils in ihren Wahlprogrammen die Sichtweise geteilt. Warum kommt dies in der jetzigen Vereinbarung nicht zum Tragen? Alternative Vorschläge, wie man eine Teilhabe ausgestalten kann, hat es in genügender Anzahl aus Darup gegeben.
Die Projektierer haben der Gemeinde eine direkte Beteiligung am Eigenkapital angeboten, mit deren Erträgen man später viel individueller Bürgerinteressen hätte bedienen können. Auch profitiert die Gemeinde zukünftig dauerhaft hiervon. Warum wurde dieses Angebot ausgeschlagen?
Es ist schade, dass die Bevölkerung so wenig mitgenommen wird in der Entscheidungsfindung. Es geht um ihre Akzeptanz zur Windkraft.
Und wie man sie steigern will, wird von oben auf diktiert. Dass der Bürgermeister vom Potential eventuell nicht alles ausgeschöpft haben könnte, wäre ein weiteres Problem.
Wünschenswert wäre es jetzt, dass die Politik die Gelder des § 6 EEG (0,2 Cent je kWh) deutlich auch zu Gunsten Daruper Interessen einsetzt. Damit wäre eine deutliche Akzeptanzsteigerung in Darup für das ortsnahe Windprojekt verbunden.
Benedikt Wessling
Darup
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