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Vorzeigeprojekt ade (21.05.2026)

Geplanter Windpark der Stadtwerke Münster

Zum Bericht „Stadtwerke reduzieren um eine Anlage“ vom 12. Mai

In Darstellungen der Stadtwerke Münster und von Gemeindevertretern aus Nottuln wird der geplante Riesen-Windpark in Nottuln als „Vorzeigeprojekt kommunaler Zusammenarbeit“ dargestellt. Laut Nachschlagewerken soll es sich bei einem Vorzeigeprojekt um ein herausragendes, beispielhaftes Vorhaben handeln, das als Aushängeschild dient, um Eindruck zu machen oder Standards zu setzen und positive Auswirkungen für lokale Gemeinschaften hat. Bei näherer Betrachtung fällt bei diesem Projekt auf:

1.   Kommunale Kooperationen „Windkraft“ gibt es schon zig-fach und seit Jahrzehnten in anderen Kommunen in Deutschland. Also kein neuer Standard und diesbezüglich nicht vorzeigbar.

2. Kommunale Kooperationen „Windkraft“ gibt es: ohne, dass Bürger zu Schaden kommen; ohne, dass Landschafts-, Natur- und Artenschutz über Bord geworfen werden; ohne, dass dabei kommunales Bürgerporzellan zerschlagen wird. Aber mit: hoher Zufriedenheit der Bürger, weil sie von Beginn an aktiv eingebunden wurden und mit hohem finanziellen Ertrag für die Gemeinde und die Bürger. Diese Kriterien erfüllt der Riesenwindpark – ob mit 8 oder jetzt nur noch 6 WEA – in Nottuln nicht, also: nicht vorzeigbar.

Der Riesenwindpark macht weder Eindruck (außer negativem), noch setzt er Standards oder hat positive Auswirkungen für lokale Gemeinschaften. Im Gegenteil, deshalb: Vorzeigeprojekt Windpark ade.

Vorzeigeprojekte von Stadtwerken in großen deutschen Städten sind beispielsweise Stromversorgungs-Projekte mit Beteiligung an Offshore-Windparks, um den großen Ökostrom-Bedarf einer Stadt zu decken, ohne das Umland zu belästigen. Vorteile: keine Probleme mit dem Umland, keine Kosten für die eigene Windpark-Planung und Unterhaltung der eigenen Windparks. Und dann bleibt hoffentlich noch Geld übrig für die millionenschweren Investitionen für Wärmesanierung öffentlicher Gebäude und den Ausbau der Strom- und Fernwärmenetze der Stadtwerke, ohne die die Stadt Münster ihre Klimaziele nicht erreichen kann.

Dr.-Ing. Ralf Hubo,

Nottuln

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