Leserbrief nicht verstanden (23.02.2026)
Zum Leserbrief „Meinung ist nicht gleich Falschaussage“ vom 19. Februar
Anscheinend hat Herr Machens das Anliegen meines Leserbriefs nicht verstanden. Ich wollte auf Bedenken und Ängste eingehen, die ein geplanter Windpark dieses Ausmaßes bei Menschen hervorruft, die in der Nähe dieser gigantischen Windenergieanlagen (WEA) wohnen.
Dazu habe ich folgende Fragen gestellt: „Ist es tatsächlich und zweifelsfrei der aktuellste Stand der Wissenschaft, dass der Infraschall, ausgehend von WEA – auch von Riesen-WEA – nicht gesundheitsschädlich ist?“ Diese Frage kann m. E. durch eine Studie aus dem Jahr 2020, die Herr Machens anführt, nicht zufriedenstellend beantwortet werden.
Die zweite Frage, die ich in meinem Leserbrief gestellt habe, ist ebenfalls unbeantwortet. Meine Frage lautet: „Können die Stadtwerke Münster, die genehmigenden Behörden und die Gemeinde Nottuln den Menschen in Nottuln garantieren, dass die geplanten WEA keine gesundheitsschädlichen Auswirkungen haben?“ Eine solche Garantie abzugeben, dürfte kein Problem sein, wenn es nachweislich keinen Zusammenhang zwischen Gesundheitsschäden und WEA gibt. Sicherlich würde das dem geplanten Windpark auch zu größerer Akzeptanz verhelfen.
Dagegen spricht aber schon die Aussage der Leserbriefschreiberin Frau Balmer-Landwehr, dass bis heute keine ernsthaften Erkrankungen durch Windkraftanlagen bekannt sind. Das lässt unweigerlich den Schluss zu, dass zwar Erkrankungen durch WEA bekannt sind, nur eben keine ernsthaften. Es wäre auch interessant zu erfahren, was in diesem Zusammenhang unter einer ernsthaften Erkrankung zu verstehen ist, und wie man mit einer nicht ernsthaften Erkrankung umgehen soll. Sollen diese Erkrankungen zu den Belastungen gehören, die lt. Leserbrief viele Menschen jeden Tag ertragen müssen? Hinzu käme dann noch der tagtägliche traurige Blick auf die weithin sichtbaren, gigantischen WEA.
Ist ein solches Nottuln noch die Wohlfühloase in ländlicher Natur und das l(i)ebenswerte Herz des Münsterlandes, so wie es sich auf der Homepage der Gemeinde präsentiert?
Ruth Wüllner
Nottuln
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