Rat fasst Grundsatzbeschluss
Von Jens T. Schmidt
HORSTMAR. Keine neuen Windenergieanlagen in den Außenbereichen Schagern, Ostendorf und Haltern. Dieser vom Stadtrat jetzt mehrheitlich gefasste Grundsatzbeschluss war zu erwarten, nachdem zuletzt in einer Bürgerversammlung eine klare Mehrheit der 200 Anwesenden ihre klare Ablehnung eines Windkraftprojekts deutlich gemacht hatte.
Winfried Mollenhauer erklärte für die CDU-Fraktion, dass die Abstimmung in der Bürgerversammlung die Basis für die eigene Entscheidung sei: „Sonst würden wir uns unglaubwürdig machen.“ Derzeit sehe er keine Möglichkeiten für Windenergieanlagen außerhalb der Vorrangzonen auf dem Schöppinger Berg, so Mollenhauer weiter.
Michael Kölking (SPD) stimmte dem zu: „In der Bürgerversammlung ist klar geworden, dass es eine grundsätzliche Ablehnung weiterer Anlagen gibt.“
Die Stimmungslage haben auch die Grünen so wahrgenommen, „wir tun uns aber schwer mit einem Grundsatzbeschluss“, erklärte Malte Saatjohann. Niemand könne wissen, wie es in einigen Jahren aussehe. Daher solle man stets über einzelne Projekte sprechen, statt grundsätzlich etwas auszuschließen, argumentierte er.
Bürgermeister Robert Wenking stellte klar, dass es in dem Grundsatzbeschluss allein um die drei genannten Bereiche gehe: Haltern, Schagern, Ostendorf. Und Helmut Ruhoff (SPD) erinnerte daran, dass sich auch Grundsatzbeschlüsse wieder aufheben ließen. Dennoch blieben die drei grünen Ratsmitglieder bei ihrem Nein.
Grundsätzlich, so Robert Wenking, habe Windenergie für die Stadt eine große Bedeutung: „Seit 1998 ist da unwahrscheinlich viel gemacht worden, und auf dem Schöppinger Berg wird es Re-Powering mit größeren Anlagen geben.“
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