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Umsicht, Rücksicht und echte Bürgerbeteiligung erforderlich (10.12.2025)

Windkraftanlagen

Zum Thema „Geplante Windräder in Nottuln“ vom 4. Dezember:

Der Leserbriefschreiber aus Münster erklärt für Münster den Bau weiterer Windenergieanlagen mit dem Hinweis auf ausgeschöpfte Vorrangzonen kurzerhand für beendet – anscheinend ohne zu wissen, dass in Nottuln exakt dieselbe Lage herrscht: Alle Vorrangflächen sind längst voll, zehn neue Anlagen bereits genehmigt.

Für acht weitere Anlagen der Stadtwerke Münster sowie vier zusätzlicher Investoren hat ein Konglomerat aus Friedensinitiative, Klimaliste, Fridays for Future, Grünen sowie einer interessengeleiteten CDU und SPD in einer Blitzaktion gleich das gesamte Regelwerk abgeschafft und den Flächennutzungsplan außer Kraft gesetzt.

Ergebnis: Die Bürger sind schutzlos – der Wildwuchs besitzt nun amtlichen Segen. Gebaut wird künftig dort, wo Platz ist – ohne Rücksicht auf Natur- und Artenschutz, Landschaftsbild oder betroffene Anwohner – trotz gegenteiliger politischer Vorgaben aus Düsseldorf und Berlin. (…)

Windkraft bleibt ein sensibles Thema. Sie verlangt Umsicht, Rücksicht und echte Bürgerbeteiligung. Der mächtige Schwenk mit dem Apokalypse-Hammer des Klimawandels ersetzt keine sorgfältige Planung und wird durch Wiederholung nicht überzeugender.

Ein Blick nach Senden zeigt: Entgegen den Beteuerungen der Befürworter sind die dort jüngst in Betrieb genommenen Anlagen in Ottmarsbocholt zu laut und mit rund 600 Metern Abstand viel zu nah an der Besiedlung errichtet.

Das soll nun in Nottuln wiederholt werden – kein Wunder, dass sich massiver Widerstand regt.

Demokratie funktioniert nicht im Durchwinkmodus.

Thomas Runge,

Siemensstraße,

Emsdetten

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