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Landrat spricht mit Mitgliedern der Initiative Gegenwind (19.12.2025)

Protest vor dem Kreishaus in Coesfeld

NOTTULNvth Der Kreis Coesfeld prüft, ob der positive Vorbescheid für die geplanten Windkraftanlagen der Stadtwerke Münster in Stockum rechtlich zurückzunehmen ist oder nicht. Das hat Landrat Dr. Christian Schulze Pellengahr gegenüber Vertretern der Initiative Gegenwind Nottuln erklärt, die vor dem Kreishaus in Coesfeld mit Bannern protestierten. „Herr Landrat, nehmen Sie den Vorbescheid zurück“, stand darauf.

„Nach einem aktuellen Urteil in Brandenburg hätte ein solcher Vorbescheid kurz vor den neuen gesetzlichen Regelungen nämlich gar nicht erteilt werden müssen“, sagt Axel Winkler von der Initiative. „Das ist jedenfalls unsere Auffassung nach dem Urteil in Brandenburg.“

Der Landrat hatte das Gespräch mit den Gegnern der Anlagen vor dem Kreishaus gesucht. Für die Anlagen in Stockum müsse erst einmal ein Vollantrag vorliegen, um zu klären, ob sie gebaut werden können, sagte er. Er könne sich vorstellen, dass in etwa sechs Monaten Klarheit herrschen könnte.

Grundsätzlich habe der Kreis als Genehmigungsbehörde jedoch nicht die planungsrechtliche Aufgabe, den Windkraftausbau in einem Gemeindegebiet zu steuern, so Schulze Pellengahr. Dies sei Aufgabe und Zuständigkeit der jeweiligen Gemeinde. Insofern hätte hier die Gemeinde Nottuln die Möglichkeit gehabt, durch die Schaffung von Planungsrecht eine Steuerung vorzunehmen, meinte er.

Der Kreis habe lediglich die Aufgabe, bei einem konkreten Antrag zu prüfen, ob alle Voraussetzungen für eine Genehmigung erfüllt seien oder nicht, erläuterte Landrat Schulze Pellengahr.

Kreis Coesfeld

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