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Leitlinien werfen Fragen auf (27.12.2025)

Zum Bericht „CDU schlägt Leitlinien vor“ vom 18. Dezember:

Ich war in der letzten Ratssitzung des Jahres persönlich anwesend und durfte die Diskussion über die Windkraftanlage miterleben und auch den überraschenden Vorschlag zur Einführung von Leitlinien.

Die Erstellung von Leitlinien für WKA im Gemeindegebiet Nottuln wirft viele Fragen auf. Der Regionalplan für WKA ist erfüllt, die Klimaziele für 2035 sind erfüllt, der Landrat äußerte kurz vor der Wahl, dass mit den bereits genehmigten Anlagen das verträgliche Maß des Ausbaus im Kreis Coesfeld erreicht und die Zielvorgaben deutlich übererfüllt seien. Selbst Bundes- und Landesregierung sehen den Zustand mindestens kritisch.

Warum sollen denn nun für Sonderfälle, was anderes wären neue und zusätzliche Anlagen nicht, die Möglichkeit zur Errichtung geschaffen werden? Möchte Nottuln weitere WKA auf dem Gemeindegebiet? Genau das würden solche Leitlinien ermöglichen: den weiteren Bau von Anlagen außerhalb des Regionalplans. Der weitere Bau von Windkraftanlagen wird das Erscheinungsbild unserer Gemeinde für immer verändern. Möchten die Bürger Nottuln das?

Ja, es geht um viel Geld, für die Betreiber, für die Verpächter und auch für die Gemeinde. Aber möchte Nottuln wirklich, dass es in naher Zukunft ähnlich viele Windräder wie in Schöppingen oder anderen Windkraftgemeinden gibt?

Und zu guter Letzt: Warum jetzt Leitlinien? Die UBG gab bisher als einzige Fraktion zu, mit den Entscheidungen des Rates Fehler in Bezug auf die Windkraftanlagen gemacht zu haben (29. November 2025, „Verhältnismäßigkeit stimmt nicht“). Sind die Leitlinien nun der Weg der anderen Fraktionen, die gemachten und nicht eingestandenen Fehler zu überarbeiten?


Thorsten Schmidt,

Hovestadt

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