Stromsystem nur mit Steuern möglich (28.01.2026)
Zu den Berichterstattungen zum Thema Windkraft, 24. Januar
Windkraftanlagen im Münsterland werden mittlerweile über Plansoll aufgestellt, mit dem Hintergrund einer staatlichen Genehmigung einer Gelddruckmaschine (Bürgerbeteiligung). Dadurch werden die Stromkosten nicht günstiger, sondern tragen dazu bei, den Bundeshaushalt weiter zu verschulden. Im Kern wird das jetzige Stromsystem nur noch mit Subventionen, sprich Steuergeld, am Leben erhalten. Zum einen die EEG-Kosten, die der Bundeshaushalt seit 2023 aus dem Bundeshaushalt bezahlt (für 2025 um die 16,5 Milliarden Euro, sprich Steuergeld). Hinzu kommt der Zuschuss für die EEG-Einspeisungsvergütung […], die an die Netzbetreiber bezahlt werden, auch 2025 um die 18,5 Milliarden Euro. Ergo: Jede neu aufgestellte Windkraftanlage erhöht die Verschuldung im Bundeshaushalt.
Trotz Vervierfachung der erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen decken diese nur 56,7 Prozent des Strombedarfs ab (Bestätigung Wirtschaftsministerin Frau Reiche) – somit wurden im Jahr 2025 über fossile Kraftwerke 43,3 Prozent Strom erzeugt.
Auch die angeblichen Einsparungen der CO2-Äquivalente widersprechen sich insofern, dass für die Entsorgung der Rotorblätter bisher keine industrielle Entsorgung gegeben ist, ergo werden diese der thermischen Verbrennung zugeführt, somit entstehen erneute Emissionen […]. Dazu schreibt das Umweltbundesamt (UBA), dass kumulativ zwischen 326.000 bis 430.000 Tonnen Rotorblätter entsorgt werden müssen. Insofern hat sich die CO2-Einsparung erledigt.
Günter Strätker
Coesfeld
Am Rande des guten Geschmacks
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Wo stehen wir als Gemeinschaft von Bürgerinnen und Bürgern, wenn eine kleine Gruppe von „Windkraftgegnern“ am Rande der Legalität und des guten Geschmacks versucht, ihre Interessen mit allen Mitteln durchzusetzen? Das wirft Fragen auf: Wer bekommt „Recht“ und ist Recht käuflich? Je mehr Anwaltskanzleien, desto mehr Recht? Was ist am Ende, wenn alle Rechtsmittel ausgeschöpft sind? Wird die kleine Gruppe mit der Entscheidung leben können, wenn zuvor so viel persönliches Engagement, so viel Zeit und Geld investiert wurde? Was passiert in einer Gemeinde, in der ohne Not über eine lange Zeit solch tiefe Gräben ausgehoben werden? Fragwürdiger Aktivismus (Särge, Ratten) führen zu einer Polarisierung. Zudem wird das erfreuliche, ökologisch UND ökonomisch sinnvolle Projekt der Stadtwerke Münster in seiner Realisierung unnötig lange verzögert.
Birgit Schlütter und Jürgen Weiß
Nottuln
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