Ab Montag Anteile zeichnen (07.03.2026)
Nottuln. Mit dem „Windpark Roruper Berg“ feiert die Nottuln.Wind GmbH ihre Premiere in Sachen Bürgerbeteiligung. Über die sogenannte Schwarmfinanzierung in Form von Nachrangdarlehen können sich die Nottulner direkt am Windpark mit den drei Windenergieanlagen der Marke Nordex beteiligen. Wie die Gemeinde gestern berichtete, startet die Bürgerbeteiligung am Montag (9. 3.) um 10 Uhr. Das Zeichnungsvolumen beträgt eine Million Euro, Zeichnungen sind in Anteilen zwischen 500 Euro und 25.000 Euro möglich. Die Einlage wird mit fünf Prozent pro Jahr verzinst, die Laufzeit beträgt zehn Jahre und endet am 31. März 2036. Zeichnungsberechtigt sind Personen mit Wohnsitz in Nottuln. Die Anteile können online über die Plattform gekauft werden; dort gibt es auch weitere Infos.
„Mit dem Windpark Roruper Berg setzen wir ein starkes Zeichen für die lokale Energiewende. Uns war wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht nur ideell, sondern auch finanziell an diesem Projekt teilhaben konnen“, wird Dominik Bomholt, Geschäftsführer der Nottuln.Wind GmbH, in dem Pressetext zitiert. Auch Bürgermeister Dr. Dietmar Thönnes begrüße das Format: „Die Energiewende ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Mit diesem Angebot schaffen wir Transparenz, Akzeptanz und regionale Wertschöpfung. Die Erträge bleiben in unserer Gemeinde und die Menschen vor Ort profitieren direkt von dem Ausbau der erneuerbaren Energien.“
In der Pressemitteilung wird außerdem die Wichtigkeit der „Erneuerbaren Energien“ in der eigenen Region unterstrichen, wozu die Gemeinde den Iran-Krieg heranzieht: „Die Spritpreise sind geradezu explodiert. Mit Hilfe der Erneuerbaren schaffen wir auf Dauer nicht nur die Abkehr von fossilen Brennstoffen, sondern haben damit die Möglichkeit, wirtschaftlich unabhängiger zu werden“, wird Thönnes zitiert.
„Bürgerwindprojekte leben vom Vertrauen und von der aktiven Mitwirkung der Menschen vor Ort“, betonen die Geschäftsführer der Bürgerwind Roruper Berg GmbH & Co. KG, Heinrich Lütke Ostendorf und Günter Berks. „Wir freuen uns, gemeinsam mit der Gemeinde Nottuln ein Projekt umzusetzen, das ökologisch sinnvoll ist und zugleich eine solide, langfristige Anlagemöglichkeit bietet.“ An diesem Projekt ist auch die Gesellschaft des Kreises Coesfeld zur Förderung regenerativer Energien mbh (GFC) beteiligt. Die 100-prozentige Tochter des Kreises Coesfeld hat gemeinsam mit der Gemeinde Nottuln das kommunale Beteiligungsmanagement auf Grundlage des Bürgerenergiegesetzes Nordrhein-Westfalen umgesetzt. „Die GFC bringt hierbei sehr gerne ihre Erfahrung im kommunalen Beteiligungsmanagement bei Windenergieprojekten in die Zusammenarbeit mit der Gemeinde Nottuln ein“, erklärt Stefan Bölte, Geschäftsführer der GFC. | https://beteiligung.nottuln.de
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