Von Straßennamen bis Windkraft (24.03.2026)
Von Viola ter Horst
Nottuln. Eine öffentliche Diskussionsrunde zum Thema Windenergie – das ist der Vorschlag eines Bürgerantrags, über den im Ausschuss Planen und Bauen in am heutigen Dienstag (24.3.) beraten wird. Der Bürgerantrag zielt darauf, einen offenen Austausch zwischen Bürgern, Bürgermeister, Politik und Verwaltung zu ermöglichen, moderiert von einer neutralen Person.
Die Verwaltung unterstützt das Anliegen grundsätzlich, schlägt jedoch vor, auch die Projektierer der geplanten Windenergieanlagen sowie den Kreis Coesfeld als Genehmigungsbehörde einzubeziehen. Hintergrund ist die anhaltende Diskussion um insgesamt 18 geplante Windenergieanlagen im Gemeindegebiet, von denen ein Teil bereits genehmigt ist.
In der Sitzung stehen weitere interessante Themen an. Für das Baugebiet am Niederstockumer Weg geht es um die künftigen Straßennamen. Bürger konnten dazu Vorschläge einreichen, es ist eine große Zahl eingegangen – deutlich über 100 Einzelideen aus ganz unterschiedlichen Themenfeldern. Neben klassischen Natur- und Lagebezügen finden sich etwa Märchennamen wie „Rotkäppchenweg“ oder „Hänsel-und-Gretel-Weg“, Tierbezüge wie „Dachsbauweg“ oder „Biberburgweg“ sowie kulturelle Ansätze wie „August-Macke-Straße“, „Bertolt-Brecht-Straße“ oder „Anne-Frank-Straße“.
Für die Vergabe von Baugrundstücken im Neubaugebiet Am Hangenfeld und Niederstockumer Weg geht es um die Richtlinien, die interessenten erfüllen sollen. Dabei wird nach einem Punktesystem über den Zugriff entschieden, ähnlich wie im Baugebiet „Südlich Lerchenhain“.
Die Realisierung eines Wohnmobilstellplatzes ist ein weiteres Thema.
Um eine Änderung des Bebauungsplans geht es, nachdem die evangelische Kirche „Unter dem Kreuz“ an der Dülmener Straße verkauft worden ist und teilweise von einem Bestatter genutzt wird. Auch Wohnnutzung ist vorgesehen. Dafür muss der Bebauungsplan geändert werden, da das Gelände bislang ausschließlich als Fläche für kirchliche Zwecke ausgewiesen ist.
Auch die Stiftsgärten sind noch einmal Thema. Für das Projekt soll der Stiftsplatz weiter aufgewertet werden. Geplant ist die Anschaffung von Stadtmöbeln, um mehr Aufenthaltsqualität im Ortskern zu schaffen. Vorgesehen hat die Gemeindeverwaltung fünf Bänke, zwei Beistelltische und drei Abfallbehälter. Die Kosten liegen bei rund 15.500 Euro. Die Möbel sollen hochwertig, zugleich aber flexibel montier- und bei Bedarf wieder entfernbar sein, heißt es in der Vorlage.
0Beginn der heutigen Sitzung, die wie immer öffentlich ist, ist um 19 Uhr im Forum des Rupert-Neudeck-Gymnasiums.
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