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„Verhältnismäßigkeit stimmt nicht“ (29.11.2025)

UBG Nottuln kritisiert Stadtwerke-Planungen

NOTTULN. Die Unabhängige Bürgergemeinschaft (UBG) Nottuln schließt sich der Kritik an den Windenergieplanungen der Stadtwerke Münster in Nottuln an. In einer vom UBG-Fraktionsvorsitzenden Jan Van de Vyle versandten Pressemitteilung mit dem Titel „Manchmal muss man einfach Fehler eingestehen“, spricht die UBG von einer „Fehlentscheidung im Rat, die Entscheidungshoheit mithilfe des Flächennutzungsplans leichtfertig aus der Hand der Gemeinde zu geben“.

Die UBG erklärt: „Wir brauchen Windkraft. Wir sollten sie da erzeugen, wo es physikalisch sinnvoll ist, und sie sollte selbstverständlich dem Gemeinwohl dienen.“ Weiter heißt es: „Die geplanten Anlagen sind jedoch inzwischen zum Spaltkeil in unserer Gemeinde geworden. Zur Erinnerung: Eine ähnliche Situation hatten wir schon vor vielen Jahren im Zusammenhang mit dem Bau der Nordumgehung. Das Beharren einer kleinen Mehrheit im Rat auf der ökologisch und ökonomisch unsinnigeren Lösung im Vergleich zu einer Trasse im Süden haben viele Bürgerinnen und Bürger nicht vergessen.“

Die UBG sieht alle Menschen betroffen: „Nicht, weil der Bau einer Windkraftanlage im eigenen Vorgarten droht, sondern weil mindestens acht der geplanten Anlagen extrem hoch und extrem nah am Ortsrand errichtet werden sollen. Das berührt keine ,betuchte Minderheit‘, es berührt uns alle.“

Die UBG verweist darauf, dass Nottuln bereits entscheidende Beiträge zur Energiewende leiste und kreisweit die Beiträge übererfüllt seien. Nun werde das Erscheinungsbild der Gemeinde durch „die quantitative und proportionale Unverhältnismäßigkeit“ auf Jahrzehnte beeinträchtigt. Die UBG spricht von einem Widerstand gegen „ortsfremde Investoren, die auf unsere Kosten (Flächen/Infrastruktur) sowie auf Kosten der Allgemeinheit (Fördergelder/Einspeisevergütung) extrem hohe Margen erzielen, von denen unsere Gemeinde nur minimal profitieren wird. Es ist offensichtlich, dass diese Anlagen in erster Linie zur Gewinnmaximierung errichtet werden sollen. Mit der Energiewende hat das herzlich wenig zu tun.“

Das Fazit der UBG: „Die Verhältnismäßigkeit muss stimmen. Das tut sie aber nicht. Aus diesem Grunde schließen wir uns dem Vorwurf an die Stadtwerke Münster an: Zu nah, zu viel, zu hoch!“

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