Die Subventionsblase Windenergie kann jederzeit platzen (21.02.2026)
Zum Thema „Windpark der Stadtwerke Münster in Nottuln“:
Ende Januar gab es ein wenig mediale Empörung über den Brief einiger Nottulner Bürgerinnen und Bürger mit 13 Fragen an den Aufsichtsrat der Stadtwerke Münster. Die Fragen sind nach wie vor unbeantwortet.
Das ist schade. Denn nur einige Tage später zeigte sich, dass die Nottulner Fragen offensichtlich wunde Punkte getroffen haben. In dieser Zeitung hieß es: „Griff in die Kasse der Stadtwerke“. Von mehreren Hundert Millionen Euro Investitionen, von Stellenabbau, nicht vereinbarter Sonderausschüttung und künftig erhöhten Gewinnausschüttungen ist die Rede. Man fürchtet um günstige Kredite. Der Geschäftsführer Jurczyk wird mit dem Satz zitiert „Wichtig ist, dass die Eigenkapitalquote (…) gestärkt wird“.
Jeder Kaufmann wird bestätigend nicken. Was geht das aber die Nottulner an? Nun, einiges. In Kürze wird dort die „Nottuln.Wind GmbH“ gegründet, Eigentümerin ist die Gemeinde, Geschäftsführer der Kämmerer. Die „GmbH soll für Bürger Rendite rausholen“, so die Zeitung.
Das Unternehmen soll sich an Projektgesellschaften beteiligen, die Windräder errichten – vielleicht auch an solchen der Stadtwerke Münster. Die der Bevölkerung angebotene Plattform für ihre Investments ist zudem ein Konstrukt, das dem sogenannten „Grauen Kapitalmarkt“ zuzurechnen ist: keine Einlagensicherung, kein Einblick der Finanzaufsicht, denkbare Ausfälle bis hin zum Totalverlust.
„Das Risiko muss natürlich jeder für sich abwägen“, fasst Kämmerer Bomholt zusammen. Auch da nickt jeder Kaufmann bestätigend.
Merkt eigentlich niemand, dass man sich in einer durch weitgehend irrationale Subventionen entstandenen Subventionsblase bewegt, die jederzeit platzen kann?
Frank Albers, Horst, Nottuln
Für die Bürgerinitiative Pro Baumberge
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