„Keine spürbare Verbesserung“ (13.03.2026)
Windkraft: Anwohner nehmen Stellung
OTTMARSBOCHOLT. Zur aktuellen Diskussion um ein geplantes Austauschgespräch mit dem Kreis Coesfeld, der Betreibergesellschaft und der Gemeinde Senden haben jetzt Anwohner im Umfeld der beiden Windenergieanlagen in Ottmarsbocholt in einer Pressemitteilung Stellung bezogen.
„Seit August 2025 klagen wir über eine zu hohe Lärmbelastung durch die neu errichteten Anlagen“, stellen sie hierin fest. „Eine am 3. November 2025 begonnene Abnahmemessung wurde abgebrochen. Das Ergebnis: Im oberen Leistungsspektrum sind die Anlagen zu laut. Kreis und Betreiber lagen diese Ergebnisse bereits am 12. November 2025 vor; wir als Betroffene erfuhren davon erst Anfang Dezember nach juristischem Druck.“ Ihre Kritik: „Kein Wort der Entschuldigung für monatelange Dauerbeschallung.“
Weiter schreiben die Anwohner in ihrer Stellungnahme: „Seit Monaten fordern wir zudem Immissionsmessungen an unseren Wohnhäusern, wie sie im Genehmigungsbescheid vorgesehen sind. Bislang wurden jedoch keine unabhängigen und nachvollziehbaren Messungen vorgelegt. Auch die beantragte vollständige Akteneinsicht beim Kreis wurde unserem Anwalt nicht gewährt. Warum?“
Ein zunächst für den 26. Februar um 9 Uhr angesetztes Gespräch im Kreishaus, heißt es weiter, habe verschoben werden müssen, da die berufstätigen Anwohner den Vormittagstermin nicht hätten wahrnehmen können. Ein alternativer Termin Anfang März sei an der Betreiberseite gescheitert. Das Treffen solle nun erst am 16. April stattfinden.
Die zwölf Anwohnerfamilien schreiben dazu: „Wir erwarten vom Kreis Coesfeld als zuständiger Genehmigungs- und Überwachungsbehörde die umgehende Durchführung unabhängiger Immissionsmessungen sowie Transparenz bei Berechnungs- und Prognosemodellen der Anlagen.“ Sollten Grenzwertüberschreitungen festgestellt werden, müsse der Kreis die immissionsschutzrechtlichen Auflagen konsequent durchsetzen.
Nach Wahrnehmung der Anwohner würden weiter technische Anpassungen an den Anlagen vorgenommen – eine spürbare Verbesserung der Geräuschsituation sei bislang jedoch nicht eingetreten.
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