Politik ist sich hoffentlich der Verantwortung bewusst (11.07.2026)
Zum Thema Windpark:
Die Diskussionsrunde der Gemeinde Nottuln am 11.Juni war geprägt vom Aus-tausch der Standortgegner mit ihren Argumenten und großen Sorgen mit den Stadtwerken Münster als Projektierer des Riesenwindparks in Nottuln-Stockum. Die Stadtwerke wiesen darauf hin, dass die Flächen für Windparks sehr knapp seien und man deshalb (…) in Nottuln bauen will. Richtigerweise muss es heißen: Die Flächen sind knapp, um das von den Stadtwerken gewählte Geschäftsmodell (eigene Windparks in der Nähe von Münster) umzusetzen. Alternative Standorte gibt es genügend, und die sind in NRW und Deutschland in den Regionalplänen Wind oder Offshore auffindbar. Es besteht gar keine Not, in Nottuln zu bauen.
Und für die Gemeinde besteht auch keine Not, derartige Windparks auf Not-tulner Gemarkung zuzulassen. Der irrgeleitete Glaube, dass die Notwendigkeit besteht, dass Windenergieanlagen auf Nottulner Grund zur Klimaneutralität in Nottuln beitragen (…), ist schlichtweg falsch. Die Anlagen speisen in das Bundesnetz ein und nicht in ein eigenes Nottulner Stromnetz. Wenn man denn trotzdem diese falsche Bilanzierungsmethode wählt, ist offensichtlich, dass die bereits im Betrieb befindlichen Windenergieanlagen (WEA)und die demnächst repowerten WEAs auf Nottulner Gemarkung in Summe viel mehr erneuerbaren Strom liefern, als ganz Nottuln verbrauchen wird. Also besteht auch aus diesem theoretischen Grund keine Not für zusätzliche WEAs.
Bleibt der politische Wunsch, zur Klimaverbesserung durch weitere WEAs beizutragen und dem Investor dafür das Feld zu bereiten. Die damit verbundene Landschaftsverschandelung über Jahrzehnte, die Gesundheitsschäden der Anwohner (…), die Beeinträchtigung des Tourismus, all dies wird (…) in Kauf genommen. Die Verantwortlichen der Politik (…) sind sich dieser Situation und ihrer Verantwortung hoffentlich bewusst.
Dr.-Ing. Ralf Hubo,
Am Hang, Nottuln
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