Warum dieser Standort? (28.05.2026)
Zur Diskussion über Windkraft – Zu den Berichten zum Ausbau der Windkraft in Nottuln-Stockum:
Wir sind Anwohner im südlichen Bereich des Niederstockumer Weges und lehnen den Bau der geplanten Windräder ab. Insoweit gelten wir als „Gegner“, wobei wir betonen möchten, dass sich dies unsererseits auf die Wahl des Standortes bezieht. Trotz reichlicher Diskussion fehlen uns hier nach wie vor tragende Argumente, die konkret diesen begründen.
Der Windpark wird den viel genutzten Naherholungsbereich für lange Zeit unverhältnismäßig beeinträchtigen, einen Raum für Natur, Freizeit und Entspannung grundlegend verändern. Rotorengeräusche, Wind- und Schattenschlag werden uns und viele andere Bewohner des westlichen und südlichen Teils Nottulns maßgeblich beeinflussen. Hier wird die ungewöhnliche Südwest-Ausrichtung ihres dazutun. Davor schützt auch keine Aussage, dass wissenschaftlich eruierte Belastungsgrenzen voraussichtlich eingehalten werden.
Unangemessen wirkt auch, dass ein wirtschaftlicher Betrieb wegen fehlender Netzkapazitäten bis auf weiteres nur durch enorme öffentliche Subventionen möglich ist. Gelder, die gemeinschaftlich über Stromzusatzkosten ohne jegliche Gegenleistung aufgebracht werden müssen.
Warum also nicht Standorte, die zum Beispiel die Nähe zur Industrie bieten und damit direkte Synergien ermöglichen? Warum nicht mit Abstand zur Wohnbebauung Flächen entlang der Autobahn?
Wir wollen unser subjektives Interesse nicht in Abrede stellen, bedauern es aber, dass kein allgemeines Umdenken erfolgt. „Befürworter“ argumentieren auf der Grundsatzebene, die wir nicht in Frage stellen. Unser Bürgermeister beschreibt die Möglichkeit eines „innovativen Vorzeigeprojektes“, dessen positive Wirkung wir so anzweifeln. Der politische Rat vermittelt trotz Neukonstellation den Eindruck, sich für alte Entscheidungen rechtfertigen und diese beibehalten zu müssen.
Auch wenn konkrete Veränderungsmöglichkeiten nicht in der Hand unserer Gemeinde/Gemeinschaft liegen, wären unseres Erachtens Einsichten der Unangemessenheit wünschenswert. Vielleicht ist darüber auch ein Alternativdenken seitens der Investoren erreichbar. Warum also dieser Standort?
Martin Feldmann-Konopka,
Doris Konopka,
Martin und Claudia Schinke,
Gudula Grotthoff,
Ellen und Heiner Wilms,
Hermann und Brigitte Reuter,
Stefanie und Rüdiger Schulze-Wierlingor,
Nottuln
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