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Diskussion im Fish-Bowl-Format – Eine Farce (25.06.2026)

Zum Bericht „Fish-Bowl-Format schnell passé“ vom 13. Juni:

Schon ein wenig Farce, oder? Bürger wollten mit Verwaltung und Rat, unter Nottulnern, über das drohende Unheil des Riesen-Windparks sprechen, vor allem auch über gemachte Fehler, die in Zukunft vermeidbar sind. Doch die vorherige Kritik an Format, Teilnehmerkreis, dem Redeverbot für die Öffentlichkeit und dem Ignorieren der antragstellenden Bürger hatte der Bürgermeister nicht berücksichtigt und so die „Fish-Bowl-Absage“ der beiden BIs Windsinn und Gegenwind und der UBG provoziert. Das Verwerfen des Formats dann ganz „spontan“ am Veranstaltungsabend konnte und wollte wohl weder Absagen abwenden, noch Bürgern ermöglichen, sich besser auf die unerwartete Redefreiheit vorzubereiten oder in größerer Zahl zu erscheinen.

Weiteres Wasser auf die Mühlen der Kritik: Kreisdezernent Helmich konnte ebenso wenig neue Erkenntnisse beisteuern (wie auch?) wie Stadtwerkevertreter Wolf. Dass letzterer dennoch mit Abstand die größten Redeanteile hatte, lässt erahnen, wie viel wertvolles Diskussionspotenzial an diesem Abend ungenutzt blieb.

In Münster bei den Stadtwerken als unser Gesprächspartner geschätzt, konnte Herr Wolf am Diskussionsabend nur variationsreich wiederholen, was allen schon klar war: Die Stadtwerke wollen in Nottuln den Riesenwindpark für Münster bauen und rücken davon nicht ab. „Wo er baut, entscheidet der Investor!“ sprang auch Dr. Geuking von der FDP bei.

Dass sich am Ende den Veranstaltungs-Widrigkeiten zum Trotz ein klares Bürger-Stimmungsbild artikulierte, geprägt von großer Sorge, Angst und erheblichem Frust über Versäumnisse und Widersprüche in Planung, Handlung und Kommunikation der Verwaltung, sollte allen Amts- und Mandatsträgern zu denken geben. […]

Apropos Geld – wie aberwitzig: Dem erwarteten Geldzufluss durch den Windpark von weniger als einem halben Prozent des Gemeindeetats steht die Vernichtung eines Vielfachen dieser Summe an Bürgervermögen gegenüber. Und ganz Nottuln wird zum Versuchskaninchen bei den Gesundheitsrisiken und zum großen Verlierer beim Schutz seiner Landschaft, Naherholung und seinem noch wunderschönen Erscheinungsbild. […]

Rainer Schoof,

Nottuln

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