Kritiker des Windparks in Nottuln werden stigmatisiert und diskreditiert (21.02.2026)
Kritik ist kein Verbrechen!
Wer die Debatte um das Windkraftprojekt Nottuln in Münster verfolgt, gewinnt den Eindruck: Kritik ist unerwünscht. Besonders irritierend: Die mimosenhaften Reaktionen linker Aktivisten, des Nottulner Bürgermeisters und einzelner Kommentatoren auf berechtigte Kritik aus Nottuln – etwa auf den sachlichen Brief betroffener Bürger an Aufsichtsratsmitglieder der Stadtwerke Münster. Statt sich mit den Inhalten auseinanderzusetzen, wird stigmatisiert, etikettiert und diskreditiert.
Andersdenkende gelten als „Windkraftgegner“, „Klimaleugner“ oder werden mit Trump-Vergleichen bedacht. Warum nicht gleich die „aufmüpfigen Bürger“ symbolisch in einen Käfig an den nächsten Münsteraner Kirchturm sperren mit einem Schild: Politische Verantwortung darf heutzutage nicht mehr eingefordert werden. In Münster wie in Nottuln scheint linker Absolutismus den Ton vorzugeben. Grüne, Friedensinitiative und ideologisch motivierte Gruppen bestimmen die Richtung, CDU und SPD schweigen. Die bürgerliche Mitte fühlt sich politisch nicht mehr vertreten.
(…) Ein echter Diskurs findet nicht statt: Mit den betroffenen Bürgern wird bis heute nicht gesprochen. Ihre Sorgen – zum Beispiel der existenzbedrohende Wertverlust ihrer Immobilien, die sie sich mitunter über Jahrzehnte vom Mund abgespart haben und als Altersvorsorge benötigen – werden ausgeblendet. Studien sprechen von Wertverlusten von über 20 Prozent. Diese Sorgen nicht einmal anzuhören, ist kein politischer Stil, sondern Ausdruck von Arroganz. Diesen „Klimabeitrag“ als zumutbar läppisch einzufordern, ist unanständig.
In Nottuln gehören die WEAs in die ausgewiesenen Windvorrangzonen – nicht in ein Naturschutzgebiet mit 500 Metern Abstand zu Wohngebieten. Den Flächennutzungsplan in einem Husarenstreich zu pulverisieren und damit Vertrauen in Verantwortung und Verlässlichkeit der Politik zu zerstören, ist eine Katastrophe. (…)
Thorsten Runge, Siemensstraße,
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