„Akzeptanz entsteht nur dort, wo Sorgen ernst genommen werden“ (12.06.2026)
Windkrafträder in Ottmarsbocholt
Zum Bericht „Windkraft in Ottmarsbocholt: Schallgutachten liegt vor“ vom 30. Mai:
Mit Verwunderung nehmen wir die Aussage der Betreiber zur Kenntnis, die jüngsten Schallmessungen hätten ergeben, dass „alles in Ordnung“ sei. Dieser Eindruck deckt sich jedoch nicht mit den Erfahrungen zahlreicher Betroffener vor Ort.
Seit April führen Anwohner ein Lärmtagebuch, in dem bereits 33 Einträge von verschiedenen Anliegern dokumentiert wurden. Diese Vielzahl an Beschwerden lässt sich nicht einfach mit dem Hinweis abtun, die Grenzwerte würden eingehalten. Vielmehr entsteht der Eindruck, dass bei den Messungen wichtige Aspekte des tatsächlich wahrgenommenen Lärms unberücksichtigt geblieben sind. Was nicht ins Bild passt, scheint passend gemacht zu werden.
Besonders bedenklich ist, dass die ernsthaften Anliegen der betroffenen Bürgerinnen und Bürger offenbar gar nicht berücksichtigt werden.
Wer täglich mit den Auswirkungen leben muss, erwartet eine offene und transparente Prüfung aller Hinweise und einen ernsthaften Dialog.
Gerade mit Blick auf weitere geplante Windkraftprojekte, etwa in Seppenrade, sollte diese Diskussion aufmerksam verfolgt werden.
Die Erfahrungen der Anwohner zeigen, wie wichtig es ist, mögliche Auswirkungen auf die Lebensqualität frühzeitig und umfassend zu bewerten. Akzeptanz entsteht nur dort, wo Sorgen ernst genommen werden und Entscheidungen nachvollziehbar bleiben.
Bernd Heitmann und Thomas Wehlmann,
Lüdinghausen-Seppenrade
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